Das zweite Gesicht der Industriesuppen

Häufig verwendet in der Gastronomie und sehr beliebt in den Supermärkten – Instantsuppen haben sich in den letzten Jahren stark durchgesetzt. Kein Wunder, sind sie doch schnell und einfach zuzubereiten und stellen somit eine praktische und günstige Lösung für Privatpersonen wie auch für Profis dar, die nicht viel Zeit zum Kochen haben.

Acht frische Gemüsesorten, Rüeblicrème an Orangensaft, sämigige Kalbssuppe … Es fällt schwer, den immer verlockenderen Rezepten zu widerstehen, die unsere Supermarktregale überfluten und die uns auf der Speisekarte im Restaurant angeboten werden.

Doch woraus bestehen diese Produkte wirklich? Woher stammen die Zutaten? Wenn man sich ein wenig eingehender mit dem Thema befasst, stellt man fest, dass man nicht unbedingt das isst, was einem verkauft wird: Die auf den ersten Blick einfache Eierschwämmlisuppe von Knorr enthält in Wirklichkeit gerade mal … 1.4 % Eierschwämmli! Was nehmen wir also stattdessen zu uns?

Werfen wir einen Blick auf die Zutaten, besonders auf die ersten der Liste, denn da die Zutaten in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtszugabe angeordnet sind, sind die mengenmässig wichtigsten Zutaten zuoberst aufgeführt.

Die Eierschwämmlisuppe besteht somit aus:

«Palmöl, modifizierte Stärke, Stärke, jodiertes Speisesalz, WEIZENMEHL, Maltodextrin, Hefeextrakt, MILCHZUCKER, Zwiebeln, Fruktose, MILCHEIWEISS, Speisesalz, Sonnenblumenöl, 1,4 % Pfifferlinge/Eierschwammerl/Eierschwämme, Aromen, 0,7 % Champignonsaftkonzentrat, Kräuter (Petersilie, Schnittlauch), Weissweinextrakt, Gewürze (Curcuma, Petersilienwurzel).»

Ist das nun eine Eierschwämmli- oder doch eher eine Palmölsuppe? Letzteres generiert vielleicht weniger Käufer, wäre aber viel realistischer, denn die Eierschwämme erscheinen erst an vierzehnter Stelle auf der Liste.

Kommt es zur Herkunft der Zutaten, wird es anscheindend den Konsumenten überlassen, diese zu erraten, denn sie wird nirgendwo auf der Verpackung vermerkt.

Als Produkt auf Palmölbasis hat diese Fertigsuppe also einen beträchtlichen Einfluss auf die Umwelt: Die Produktion dieses Öls hat insbesondere eine massive Abholzung zur Folge, was zur Verringerung der Biodiversität, zu Bodenarmut und zu Verschmutzungen führt sowie zur Klimaerwärmung beiträgt – ganz zu schweigen von den Gefahren für unsere Gesundheit, die von Palmöl ausgehen (Cholesterol, Krebszellenentwicklung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.). Deshalb ist es wichtig, es aus unserer Ernährung zu verbannen.

Die Marke Knorr beweist ausserdem keinerlei Transparenz betreffend der Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte, weder auf ihren Etiketten noch auf den Produktdatenblättern. Ebensowenig werden Anfragen per E-Mail beantwortet.

Was nun Suppen und dergleichen betrifft, wollen wir also die Etiketten genau durchlesen, die Händler über die Liste der Zutaten, die sie verwenden, ausfragen und vor allem hausgemachten Suppen den Vorzug geben, sei es im Restaurant oder zu Hause!

Mehr darüber erfahren:

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Verbrauchsort: Welt / Herkunft: nicht bekannt / Kennzeichnung: ohne Label / Präsentationsform: verarbeitet

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