Der Eco-Score Beelong in den Regalen von Edelweiss Market – Le Nouvelliste

Dieser Artikel erschien am 7. August im Le Nouvelliste. Das französische Original wurde von Hélène Krahenbuhl verfasst.

 

Im Verbund mit dem Lausanner Start-up Beelong, das sich auf nachhaltige Entwicklung spezialisiert hat, wird Edelweiss Market zum ersten Laden in der Schweiz, der mit einem Eco-Score den ökologischen Fussabdruck seiner Produkte anzeigt. «Abgesehen von Labels haben wir schon immer die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte und kurze Transportwege befürwortet», erklärt Geschäftsführer Sébastien Bruchez. «Somit passt dieser von einem unabhängigen Unternehmen entwickelte Indikator perfekt zur Philosophie unseres Ladens. Nämlich die, unseren Kunden eine klare und transparente Information zu vermitteln», fügt der Gründer des Walliser Unternehmens hinzu.

 

Obst und Gemüse vom Grill

Eine farbige Honigwabe zeigt den Eco-Score, der die Lebensmittel auf einer Skala von A bis G benotet. Die Bewertung gründet auf verschiedenen Kriterien wie der Saisonalität, dem Verarbeitungsgrad, der Herkunft oder der Produktionsart des Produkts. Bisher wird der Eco-Score nur für Obst und Gemüse im Laden in Bramois verwendet. «Das ist ein erster Test. Mit der Zeit möchten wir den Indikator in unseren 28 anderen Verkaufsstellen bei allen Frischprodukten, zum Beispiel Käse, einsetzen», plant Sébastien Bruchez.

In Sachen Obst und Gemüse kann der Kaufentscheid mit dem Eco-Score in voller Kennntis der Sachlage getroffen werden. Damit zieht der Eco-Score den Konsumenten zur Verantwortung. Eine Verantwortung, die in den Augen von Mathias Faigaux, dem Mitbegründer des Start-ups, das den Indikator vor fünf Jahren auf die Beine gestellt hat, nicht vernachlässigt werden darf. «Wir wissen, dass die Ernährung in der Schweiz mehr als 28% der Umweltbelastung ausmacht, also mehr als der Verkehr.»

 

Der Kunde bleibt König

Auch wenn das Ziel des Edelweiss Markets darin besteht, den Verkauf von Produkten mit der Note «A» (die beste Bewertung) zu fördern, ist sich Sébastien Bruchez bewusst, dass es nicht möglich ist, schlecht benotete Nahrungsmittel nicht mehr anzubieten, wenn sie sehr gefragt sind. «Wir werden auch weiterhin Bananen und Kiwis bestellen und verkaufen, aber der Kunde wird von den Umweltproblemen wissen, die mit seiner Lebensmittelwahl einhergehen.»

Der Einsatz des Indikators an anderen Verkaufsstellen des Unternehmens ist für Ende Jahr vorgesehen. «Wir legen Wert darauf, dass unsere Angestellten bezüglich der Funktionsweise des Indikators gut geschult werden, damit sie später unsere Kunden so effizient wie möglich informieren können», betont Sébastien Bruchez, der davon überzeugt ist, dass das Abenteuer kein Ende in Bramois finden wird.

 

Mehr Transparenz für unseren Planeten

Vor fünf Jahren wurde der Eco-Score vom unabhängigen Unternehmen Beelong in Lausanne erschaffen. Sein Ziel ist es, die Transparenz des Lebensmittelmarkts in der Schweiz zu erhöhen. Obwohl seine Hauptkunden momentan die Gemeinschaftsgastronomie und Lebensmittelmarken bleiben, möchte es das Start-up nicht dabei belassen.

«Früher oder später soll jeder Konsument bei der Wahl seiner Produkte auch auf die Umweltbelastung und nicht nur auf den Preis und die Qualität achten können», erklärt der Mitbegründer Mathias Faigaux, für den die Geschäfte eine grosse Rolle in der Sensibilisierung der Konsumenten spielen.

 

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