Regionale Produkte und kurze Transportwege: Ein Logistikexperte über nahe Anbaugebiete

By 27 August 2019Blog

Auch wenn regionale Produkte und «kurze Transportwege» dem Zeitgeist entsprechen, stellen sie Profiküchen manchmal vor echte Herausforderungen bei der Versorgung. Zwischen Rückverfolgbarkeit und Logistik kann sich die Verfügbarkeit von Regionalprodukten schwierig gestalten. Gemäss Jean-Paul Baechler, Generaldirektor von Culturefood (CFD SA), ist «die Logistik ein unerlässliches Marketinginstrument geworden». Sind Vertriebsexperten unabdingbar? Vielleicht sind sie notwendig, um die Region zurück auf den Teller zu bringen. Ein Beispiel mit Culturefood, dem Westschweizer Leader im Obst- und Gemüsevertrieb.

Auf den Speisekarten im Restaurant oder in den Verkaufsregalen ist «die Region» derzeit im Aufwind: Spargeln aus Chablais, Linsen von hier, Schweizer Mehl, Eier vom Bauernhof … Den Konsumenten liegen diese wiedergefundenen lokalen Geschmäcker mehr und mehr am Herzen und die staatliche Politik verdoppeln ihre Bemühungen, regionale Versorgung auf lokaler Ebene zu fördern.

Aber zwischen den guten Willen und die Realität stellen sich unzählige Herausforderungen; neben anderen Problematiken zum Beispiel die Qualität der Regionalprodukte, die von Naturereignissen und der Verfügbarkeit der Rohstoffe abhängt, sowie die Produktionskapazitäten, die nicht immer mit der Nachfrage der Profiküchen im Einklang steht. Vor allem aber stellt die Logistik eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Auf der einen Seite können es sich die Köche nicht erlauben, ihre Tage in einem Lieferwagen zu verbringen, um die IFCO-Kisten von Dutzenden von Höfen einzusammeln. Auf der anderen Seite haben die Produzenten weder die Infrastruktur noch die Zeit, die Küchen zu beliefern. Ganz zu schweigen von den administrativen Kosten. Und das trifft sich gut, denn die Logistik ist ein eigenständiger Bereich! Das führt dazu, dass Profiköche beim Überprüfen der «kurzen Transportwege» künftig Logistikexperten miteinschliessen müssen, die mit Professionalität  die Warenerfassung, das Lager, die Verpackung, die Lieferung und sonstige Dienstleistungen dank qualifiziertem Verkaufs- und Administrationspersonal gewährleisten. Denn ausser der Logistik bieten diese Gastronomiepartner häufig einen Produktionsförderungsdienst.

Das Unternehmen Culturefood (CFD SA) ist entschlossen, die Verbindung zwischen Produktion und Küche zu bedienen. Es achtet insbesondere auf die Kundenbedürfnisse und hat verstanden, dass regionale Produkte heute anders bewertet werden. Als Leader des Obst- und Gemüsevertriebs in der Romandie rückt Culturfood in erster Linie die Regionalprodukte in den Vordergrund.

«Die Logistik ist zu einem unerlässlichen Marketinginstrument geworden» Jean-Paul Baechler, Generaldirektor von Culturefood (CFD SA)

Am 19. August 2019 hat das Vertriebsteam von Culturefood die Produzenten getroffen, um sich über die Position der Regionalprodukte auszutauschen. Das Ziel? Die Wertschöpfungskette bis zum Koch zu bringen. Denn laut Christophe Marmy, dem Einkaufsleiter bei Culturefood, muss man die Geschichte eines Produkts erzählen und seinen Produzenten kennen, um es wertschätzen zu können. Deswegen stellt Culturefood sein Vertriebsteam zur Verfügung und schlägt den Produzenten vor, sie zum Treffen mit den Köchen zu begleiten. Und die Verbindungen erneuern sich dank eines guten Logistikpartners. «Schlussendlich bleibt die Wahl in den Händen des Kunden», fügt Christophe Marmy hinzu. Aber wenn der Koch den Wert anders wahrnimmt, profitiert die ganze Kette davon. Zur grössten Freude unserer Geschmacksknospen.

Culturefood, ein Partner mit menschlicher Grösse

Für Culturefood besteht die geschäftliche Beziehung vor allem aus dem Netzwerk der Köche und regionalen Produzenten. Der Verteiler zählt heute 150 über 4 Standorte (Fribourg, Les Ponts-de-Martel, Martigny, Vevey) verteilte Mitarbeiter. Sein Vertriebsnetz macht es möglich, frisches Obst und Gemüse, Tiefkühl-, Economat- und Milchprodukte sowie Glacen, Getränke, Back- und Fleischerzeugnisse und Wurstwaren in die ganze Westschweiz zu befördern.

 

Auf dem E-Shop von Culturefood finden Sie auch die Eco-Scores von Beelong! (Zugriff: Demo / 1234). Für nachhaltige Einkäufe in voller Transparenz.

Die Geschmäcker der Romandie

Wer sind diese Produzenten? Auf dem Onlineshop von Culturefood finden Sie zum Beispiel:

  • Alpfruits: Obst und Gemüse aus dem Wallis (Aprikosen, Äpfel, Birnen, Beeren, Tomaten, Blumenkohl, Brokkoli, Auberginen, Gurken, Sellerie, Salate …)
  • Boucherie St-Hubert: jurassisches Rind-, Kalb- und Schweinefleisch, Geflügel und sogar Pferde- und Kaninchenfleisch
  • Boucherie Perroud: Rind, Kalb, Schwein, Geflügel und Lamm aus der Romandie
  • Boulangerie-Pâtisserie Gassner: Brot und süsse Feinbackwaren aus dem Kanton Fribourg
  • DICIFOOD: Linsen, Quinoa, Leinen, Senf, Popcornmais, Nüsse und Haselnüsse aus dem Kanton Waadt
  • Fromagerie de Mézières: Käsespezialitäten aus der Westschweiz und anderen Schweizer Gebieten
  • La Belle Luce ferme avicole: Schwarzklauenpoulet aus Gruyère und Eier
  • Lattion Ruppen Asperges du Chablais: weisse, grüne und purpurrote Spargeln aus dem Wallis
  • L’Ortheria: Brennnesselspezialitäten
  • Ruegsegger Marché des Chandines: Konfitüren, «Poires à Botzi» AOP im Sirup, Schnäpse, Essig, getrocknete Tomaten, Brot und Zopf vom Holzofen und andere feine  hausgemachte Spezialitäten